Sontowski & Partner macht keine halben Sachen
Sontowski & Partner hat seiner traditionellen Telefonanlage den Laufpass gegeben. Heute stellt eine Software - der Cisco Communications Manager - sämtliche Dienste für die Sprach- und Datenkommunikation bereit. Basis dafür ist ein intelligentes Netzwerk. Das Erlanger Immobilienunternehmen hat damit nicht nur die Qualität der Kommunikation spürbar verbessert, sondern spart außerdem Kosten im laufenden Betrieb. Nicht zuletzt sorgt das konvergente Netzwerk für mehr Flexibilitat.
Die Erlanger Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft Sontowski & Partner vereint verschiedene, komplementäre Kompetenzen unter einem Dach. Als Initiator, Projektentwickler, Bauträger, Investor und Fondsanbieter steht das 1984 gegründete Unternehmen für die gesamte Wertschöpfungskette rund um die Immobilie. Die Franken - an der Spitze des Teams stehen Klaus-Jürgen Sontowski und Karsten Media - entwickeln und investieren in komplexe Projekte in den Segmenten Handels-, Büro-, Gewerbe- und Wohnimmobilien. Als Beteiligungsgesellschaft setzt man regional bestätigte Immobilienkonzepte auf nationaler und internationaler Ebene erfolgreich um. "Ungehinderte Sprach- und Datenkommunikation ist im Immobilien-Business essenziell", erklärt IT-Chef Martin Pickel. Sontowski & Partner habe bereits vor geraumer
Zeit den Einstieg in die Welt von Unified Communications vollzogen, allerdings nicht als radikalen Wechsel sondern schrittweise mit einer so genannten Hybridlösung.In diesem Szenario werden zwar Telefongespräche bereits als digitale IP-(lnternet Protokoll-) Datenpakete über das Datennetzwerk übertragen. Die zentrale Vermittlung jedoch obliegt nach wie vor einer herkömmlichen Telefonanalage.
Hybrid-Lösung stieß auf Grenzen
Sinnvoll war ein solcher Mischbetrieb seinerzeit zum Beispiel dann, wenn vorhandene ISDN-Geräte im Sinne des Investitionsschutzes weiterverwendet oder Abschreibungsfristen ausgeschöpft werden sollten. Heute weiß man: "Empfehlenswert sind derartige Hybridlösungen aber bestenfalls für eine Übergangszeit." Denn, dies hebt Pickel hervor, "im Kern sind sich paket- und leitungsvermittelte Netzwerkwelten wesensfremd, und eben dies kann im Geschäftsalltag zu massiven Problemen führen." Als Beispiel führt er den hohen Wartungs- und Betreuungsaufwand an, der sich letztlich in steigenden Betriebskosten niederschlug. Noch gravierender waren Verfügbartkeitsdefizite. So traten immer wieder Einschränkungen auf, weil ein IP-Telefon die Anlage nicht fand. Nach einem Anlagenneustart verloren PC's in der Buchhaltungsabteilung, die hinter ein IP-Telefon geschaltet waren, sogar die Anbindung ans Netz. "Vom inakzeptablen Produktivitätsausfall der etwa zehn betroffenen Mitarbeiter einmal abgesehen, musste anschließend auch noch eine komplette Datenbank mühsam wiederhergestellt werden", erinnert sich der IT-Chef von Sontowski & Partner.
Abschied ohne Wehmut
Genug Argumente also, um im Sommer 2007 die alte Anlage endgültig auszurangieren und durch Cisco Unified Communications zu ersetzen. Das Netzwerk hatte Martin Pickel bereits im Vorfeld fur die "reinrassige" IP-Kommunikation aufgerüstet. Der Backbone setzt sich nunmehr aus vier Switches der Cisco Catalyst 3560er Familie zusammen. Für die drahtlose Erweiterung der kabelgebundenen Infrastruktur sorgen schließlich Access Points der Serie Cisco Aironet 1131.
Den durchgängigen Einsatz von Netzwerkprodukten des Weltmarktführers begründet der IT-Chef zum einen mit jahrelangen positiven Erfahrungen im Hinblick auf Qualität, Ausbaufähigkeit und Langlebigkeit. Zum anderen hatten aber auch Kosten- und Verfügbarkeitslüberlegungen eine maßgebliche Rolle bei seinem Votum für Cisco gespielt: "Wir haben heute ein technologisch homogenes Netzwerk, bei dem keinerlei Inkompatibilitäten mehr zu befürchten sind. Außerdem lässt sich die Infrastruktur einheitlich und daher sehr aufwandsarm und kosteneffizient managen", so Pickel.
Notwendig war die Netzwerkmodernisierung auch noch aus einem anderem Grund: Sontowski & Partner ist Gründungsgesellschafter der GRR, einer Aktiengesellschaft, deren Geschäftstätigkeit sich vorrangig auf bundesweite Investments im Sektor Einzelhandelsimmobilien konzentriert.
Börsenauflagen schnell erfüllt
In Vorbereitung des Börsengangs von GRR waren diverse aufsichtsrechtliche Auflagen zu erfüllen, die unter anderem eine eigenständige, logisch autarke IT-Infrastruktur
verlangen. "Mit der VLAN-Technologie (Virtual Local Area Network) von Cisco konnten wir diese Anforderungen eins zu eins auf der Basis des vorhandenen Sontowski-Netzwerks umsetzen. Unnötiger Kapitaleinsatz wurde somit vermieden", sagt Pickel. Dank logischer Trennung verschiedener Netzwerksegmente auf ein und derselben physischen Plattform kann er jetzt auch auswärtigen Gästen einen sicheren Netzzugang über das Wireless LAN anbieten.
Telefoniert wird heute ausschließlich per Voice over IP. Je nach Profil sind die Arbeitsplätze mit stationären IP-Telefonen ausgestattet. Mitarbeiter, die wie der IT-Chef selbst ohnedies die meiste Zeit in der Firma unterwegs sind, nutzen hingegen ein mobiles IP-Phone-Modell. Darüber hinaus bietet Cisco Unified Communications die Option, gänzlich auf ein physisches Telefon zu verzichten und stattdessen per Software, mit dem Cisco IP Communicator, direkt über den Computer zu telefonieren. "Interessant ist ein Softwarebasiertes Telefonieren insbesondere für die Arbeit im Home Office, wo die Kollegen nun unter ihrer regulären Firmenrufnummer erreichbar sind", erläutert Pickel. Die sichere Anbindung an das Unternehmensnetzwerk erfolgt hierbei über eine verschlüsselte Verbindung via VPN (Virtual
Private Network).
Vertriebsbüros kommen hinzu
Auch innerhalb der Firma halten flexiblere Arbeitsformen Einzug. Denn für die unverrückbare Zuordnung eines Mitarbeiters zu einem bestimmten Arbeitsplatz gibt es aus technischer Sicht keinerlei Notwendigkeit mehr. Im Prinzip ist jeder an jedem Telefon unter der eigenen Rufnummer erreichbar. Nach einfacher Anmeldung per Benutzername und PIN stehen dort auch alle persönlichen Konfigurationseinstellungen ohne Aufwand oder Zeitverzug uneingeschränkt zur Verfügung.
Anders als früher lassen sich Konferenzen mit bis zu acht Teilnehmem sehr einfach ad hoc initiieren. Dies kann ohne weiteres auch die Assistenz im Vorzimmer erledigen. Wenn alle Teilnehmer vollzählig "in der Leitung" sind, wird das Ganze per Tastendruck zum "Chef-Apparat" übergeben.
Weit weniger Mühe als bisher bereitet zudem die Pflege des zentralen Telefonverzeichnisses. Diese erfolgt mit einer Excelliste, die anschließend als XML-File gespeichert wird. XML steht fur Extensible Markup Language, ein universelles Datenaustauschformat. Schließlich können die Mitarbeiter ein Telefongespräch ohne lästige Nummerneingabe starten. Dafür genügt ein Mausklick im Kontaktordner von Lotus Notes. Die Programmierung der Telefontastenbelegung ist einfach. Zumindest dafür benötigt niemand mehr den Rat des IT-Spezialisten.
Pickel bleibt somit umso mehr Zeit, um die nahtlose Anbindung der neuen Vertriebsbüros von Sontowski & Partner vorzubereiten, deren Eröffnung demnächst in Nürnberg und in München ansteht.
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